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Malteser Seniorenentrum Konstanz

SÜDKURIER Kreis Konstanz: Stefan Weidinger ist der erste Notfallsanitäter der Stadt

08.09.2015
Ein Vorreiter in Konstanz: Stefan Weidinger vom Malteser Hilfsdienst hat die Fortbildung zum Notfallsanitäter absolviert.
Ein Vorreiter in Konstanz: Stefan Weidinger vom Malteser Hilfsdienst hat die Fortbildung zum Notfallsanitäter absolviert.

Der Malteser Hilfsdienst in Konstanz hat den ersten Notfallsanitäter der Stadt: Stefan Weidinger hat in einem neuen und speziellen Lehrgang Zusatzqualifikationen erworben, um Leben zu retten.

Seit 1993 ist er im Rettungsdienst tätig. Für ihn war es von Anfang an klar, dass er genau diesen Beruf ausüben möchte, nachdem er feststellte, dass er auch mit schwierigen Situationen gut umgehen kann.

Den Lehrgang und das Staatsexamen, die die Zusatzqualifikation zum Notfallsanitäter einschließen, hat Weidinger absolviert, weil es den bisherigen Beruf des Rettungsassistenten in dieser Form nicht mehr geben soll. Bisher gab es für die Auszubildenden ein Jahr Theorie sowie ein Jahr Praxis. Nun ist für zukünftige Notfallsanitäter eine dreijährige Berufsausbildung eingeführt worden. Die bisherigen Rettungsassistenten können sich die Berufsbezeichnung mit einer Zusatzqualifikation erwerben, so wie es Weidinger nun getan hat.

Die zusätzliche Qualifikation eines Notfallsanitäters erlaubt es Weidinger beispielsweise, den Menschen auch Medikamente zu verabreichen, was bisher nur ein Notarzt durfte. Damit können auch in Zukunft mehr Notfälle von Notfallsanitätern geregelt werden.

Im Landkreis Konstanz gibt es bis jetzt drei Notfallsanitäter, Weidinger ist nun der Vorreiter in Konstanz. „Für mich ist der Job etwas Besonderes, da er mir auch nach über zwanzig Jahren immer noch Spaß macht“, sagt der 48-Jährige. Für ihn ist das Schönste, dass er dabei Menschen retten kann. Allerdings sei es auch ein Job, bei dem man von den schönen Momenten zehrt, sagt Weidinger – sogar zehren muss: „In den schlimmen Augenblicken, wenn man jemandem sagen muss, dass man nichts mehr tun kann, sind es die Erinnerungen an die guten Momente, die einen auffangen.“

Künftig werden wohl mehr von Weidingers Kollegen den Lehrgang absolvieren, denn Rettungsassistenten sind verpflichtet, diesen bis zum Jahr 2021 in Angriff zu nehmen, um weiter verantwortlich auf Einsätze fahren zu können.

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